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++ Erneut Impfpanne: 3000 Menschen erhalten zu lange aufgetauten Impfstoff ++

Erneut ein Fehler beim Impfen: Mehr als 3000 Menschen haben Impfstoff erhalten, der länger aufgetaut war als empfohlen. Das hat die Johanniter Unfallhilfe nach eigenen Angaben im Rahmen einer Routine-Kontrolle festgestellt. Laut Gesundheitsamt der Region besteht für die Betroffenen keine Gefahr.

Der Impfstoff der Marke Moderna sei demnach an 26 unterschiedlichen Standorten in Hannover und Umland gespritzt worden, und zwar zwischen dem 2. und 11. Januar. Das Mittel sei zwischen drei und neun Tagen länger aufgetaut gelagert worden als von der Europäischen Zulassungsbehörde EMA empfohlen.

Das Gesundheitsamt habe bereits Kontakt zum Impfstoff-Hersteller und zum Paul-Ehrlich-Institut aufgenommen. Demnach sehe man keine gesundheitliche Gefahr für die Betroffenen, sagte die ärztliche Leiterin Marlene Graf. Der Geimpften-Status bleibe unangetastet, lediglich bei Booster-Impfungen werde den Betroffenen geraten, sich erneut immunisieren zu lassen. Die Region hat die mehr als 3000 Menschen demnach bereits ermittelt und will sie bis spätestens Samstag schriftlich kontaktieren.

Regionspräsident Steffen Krach sagte, dass erneut ein Fehler beim Impfen passiert sei, treffe ihn sehr. Erst vor wenigen Wochen hatten Kinder im Impfzentrum am Zoo versehentlich Erwachsenen-Imfpstoff erhalten. Er fürchte, dass so das Vertrauen in die Impfkampagne beschädigt werde, so Krach.

Walter Busse, Mitglied im Regionalvorstand der Johanniter, entschuldigte sich für den Vorfall. Es stehe außer Frage, dass so etwas nicht passieren dürfe.