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++ Corona und Psyche: Lage weiterhin angespannt ++

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Einsamkeit, Existenzangst, die Sorge vor einer vierten Welle: Auch im ersten Halbjahr haben die Auswirkungen der Pandemie bei vielen Menschen auf die Psyche geschlagen. In den ersten sechs Monaten ließen sich Berufstätige aus Niedersachsen im Schnitt 43 Tage krankschreiben – aufgrund von Depressionen, Angststörungen, Burnout & Co. Das geht aus den Versichertendaten der Kaufmännischen Krankenkasse hervor. Das seien 0,1 Tage mehr im Vergleich zum ersten Corona-Jahr und 4,7 Tage mehr als 2019, vor der Pandemie. Auch bundesweit ist die psychische Belastung gestiegen: Im ersten Halbjahr 2021 sind laut KKH-Daten bundesweit bisher rund 19 Prozent der krankheitsbedingten Fehlzeiten psychisch bedingt. Im Vergleich zu allen anderen Diagnosen liegen seelische Leiden auf Platz zwei hinter Rückenschmerzen.

++ Wohnort-ferne Kitabetreuung: Bessere Abwicklung durch neue Kostenpauschale ++

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Für viele Familien in der Region Hannover ist es leichter Kinderbetreuung und Beruf unter einen Hut zu bekommen, wenn sich die Betreuungseinrichtung nicht im Wohnort, sondern in der Nähe zum Arbeitsplatz befindet. Ein Vorgang, der bislang mit viel Bürokratie verbunden war.

Für eine bessere Abwicklung haben die 21 Städte und Gemeinden der Region nun einen pauschalen Kostenausgleich vereinbart. Damit entfallen die bisher aufwändigen Einzelabrechnungen, was für die Kommunen eine Arbeitserleichterung sei, so Andrea Hanke, Sozialdezernentin der Region. Der größte Posten liege in der Landeshauptstadt, da viele Berufstätige in Hannover arbeiten und im Umland leben. Für die Familien werde die Kita-Wahl durch die neue Vereinbarung unkomplizierter, so Hanke. Unter anderem ist eine Zustimmung derjenigen Kommune, in der sich die Kita befindet, nicht mehr erforderlich. Bereits 2007 war eine Vereinbarung zum Thema beschlossen worden, die aber u.a. durch die Einführung der Beitragsfreiheit überarbeitet werden musste.

++ So viele wie noch nie: Immer mehr Weißstörche nisten in der Region ++

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Immer mehr Weißstörche fühlen sich in der Region Hannover wohl. In diesem Jahr sind über 100 Storchennester gezählt worden – ein historischer Höchstwert! Zum Vergleich: Noch vor zehn Jahren gab es nur ein Viertel des gegenwärtigen Bestands. 1988 war der Tiefstand bei den Regionsstörchen mit nur neun Paaren. Von den 102 Brutpaaren haben 80 erfolgreich gebrütet. Sie werden am Ende 175 Junge aufgezogen haben – 27 mehr als im vergangenen Jahr. Das Wetter verhinderte einen noch besseren Bruterfolg: Zuerst war es zu kalt, später zu feucht.

++ Stromausfall in Laatzen und Rethen: Leitung bei Bauarbeiten beschädigt ++

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In Teilen von Laatzen und Rethen ist es am Montagmorgen dunkel geblieben: Eine beschädigte Leitung sorgte für einen großflächigen Stromausfall. Erst am Mittag war die Stromversorgung wieder komplett hergestellt.  Nach Angaben von Energiebetreiber Enercity ist bei Tiefbauarbeiten am Laatzener Marktplatz gegen 7 Uhr eine Mittelspannungsleitung erwischt worden. Durch den Vorfall seien 28 Trafostationen in Laatzen ausgefallen. Und das kappte die Stromversorgung in den Wohngebieten rund um die Lange Weihe, an der Marktstraße, im Gewerbegebiet Rethen-Nord und in den Wohngebieten zwischen Peiner Straße und Erich-Panitz-Straße aus. Dass die Störung so lange anhielt, lag laut Enercity auch daran, dass die Ersatzleitung ausgefallen war. Sie liegt unter Gleisen und war für eine kurzfristige Reparatur nicht erreichbar.

++ Inzidenz weiter über 35-Marke: Es drohen Verschärfungen ++

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Den dritten Tag in Folge liegt die Inzidenz in der Region Hannover knapp über der kritischen Marke von 35 - und zwar bei 35,4. Damit drohen nach dem derzeitigen Stufenplan nun schärfere Corona-Regeln in vielen Bereichen: zum Beispiel in Restaurants, Cafés und Hotels oder auch im Einzelhandel. Allerdings könnten diese Maßnahmen auch bald wieder überholt sein. Denn die Landesregierung will im Verlauf dieser Woche die Corona-Verordnung anpassen und dabei stärker die Verursacher der Infektionen in den Blick nehmen. Konkret ist beispielsweise geplant, dass etwa Clubs, Bars, Diskotheken und Shisha-Bars schon ab einer Inzidenz von zehn schließen müssen. Im Gegenzug sollen die Kommunen aber auch mehr Handlungsspielraum erhalten, um Bereiche von Verschärfungen auszunehmen, die nicht zum Anstieg des Infektionsgeschehens beigetragen haben. Diese Ausnahmen könnten etwa für die Gastronomie, den Einzelhandel, Hotels, körpernahe Dienstleistungen und den Sport gelten.

++ Streik im Lager: Einschränkungen bei Edeka-Belieferungen möglich ++

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Im Rahmen der Tarifrunde des genossenschaftlichen Großhandels hat die Gewerkschaft Verdi erneut zum Warnstreik in den Edeka-Lagern. Auch die Beschäftigten der Zentrallager in Lauenau und Braunschweig sind seit dem frühen Montagmorgen aufgerufen ihre Arbeit niederzulegen. Der Streik könnte das Warenangebot der Edeka- und Netto-Märkte in der Region Hannover beeinflussen, denn von den Lagerstandorten wird ein Großteil der Märkte in Niedersachsen und Bremen beliefert. Verdi fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6 Prozent, mindestens 200 Euro für alle Beschäftigen und 100 Euro mehr Ausbildungsvergütung. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 3. August geplant.

++ Steintorviertel: Mann aus Fenster gestoßen ++

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Im Steintorviertel ist ein Mann am Sonntagabend aus einem Fenster im vierten Stock gestoßen und schwer verletzt worden. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung. Nach derzeitigen Erkenntnissen soll das Opfer nach Streitigkeiten mit mehreren Männern mutwillig aus dem Fenster gestoßen worden sein. Die Hintergründe sind aber noch unklar. Der 35-Jährige landete in einem Innenhof auf einem Flachdach zwischen Reitwall- und Steintorstraße. Die Polizei konnte einen 36 Jahre alten Tatverdächtigen festnehmen. Ob noch weitere Personen an dem Fenstersturz beteiligt waren, ist nun Bestandteil der weiteren Ermittlungen.

++ Verstöße gegen Corona-Regeln: Zwei Discos dicht gemacht ++

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Viele Partygäste haben das letzte Wochenende vor den bevorstehenden Schließungen nochmal zum Tanzen und Feiern genutzt. Auch im Steintorviertel war viel Betrieb. Dort hat die Polizei allerdings zwei Clubs dicht gemacht, weil die Corona-Vorschriften nicht eingehalten wurden. Dort seien weder die Mindestabstände eingehalten worden, noch hätten die Feiernden Masken getragen. Auch die Kontaktdaten der Gäste seien in den meisten Fällen nicht dokumentiert worden. Da die zwei Discos an der Reitwall- und Scholvinstraße schon in der Vergangenheit wegen ähnlicher Vorfälle aufgefallen waren, wurden diese von Polizei und Ordnungsamt geschlossen. Für den Inhaber eines dritten Clubs gab es eine Verwarnung. Nach Angaben der Polizei müssen die geschlossenen Discos nun ein neues Hygienekonzept vorlegen.

++ Corona-Spürhunde: Land unterstützt Einsatz auf Großveranstaltungen ++

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Hunde, die das Corona-Virus erschnüffeln – die gibt es schon in Hannover. Eine Studie der Tierärztlichen Hochschule hatte gezeigt, dass Hunde mit einer Treffsicherheit von 94 Prozent das Virus in Speichelproben entdecken können. Jetzt sollen die Corona-Spürhunde auf Hannovers Großveranstaltungen zum Einsatz kommen: Back to Culture heißt das gemeinsame Projekt der Tiho in Zusammenarbeit mit Hannover Concerts und Pro Event. Das Niedersächsische Wissenschaftsministerium stellt dafür 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Sollten die Hundes ihre Treffsicherheit auch in dieser Studie unter Beweis stellen, böte ihr Einsatz die Möglichkeit das Infektionsrisiko bei großen Konzerten und Festen zu minimieren, so Wissenschaftsminister Björn Thümler. Ein großer Vorteil sei auch, dass die Hunde das Virus schneller erkennen als ein Antigen-Schnelltest.

++ Kröpcke: Brand im Europahaus ++

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Dunkle Rauchwolken über der Innenstadt: Im Europahaus am Kröpcke hat es am frühen Freitagnachmittag gebrannt. Mehrere Zeugen vom Steintor hatten gegen 14:20 Uhr die Feuerwehr über eine Rauchentwicklung in der City informiert.

Zunächst war die Feuerwehr von einem Dachstuhlbrand ausgegangen, tatsächlich hatte es aber im Keller gebrannt. Der dichte Rauch drang durch einen Lichtschacht nach oben. Beim Eintreffen der Feuerwehr waren schon drei Bundespolizisten vor Ort, die versuchten hatten den Brand zu löschen. Ein Verdacht auf Rauchgasvergiftung bestätigte sich nicht. Für die Löscharbeiten ließ die Feuerwehr das komplette Europahaus samt Eisdiele räumen und den Kröpcke-Platz sperren. Die Einsatzkräfte hatten das Feuer schnell unter Kontrolle, kniffliger gestalteten sich die Nachlöscharbeiten. Denn in dem Lichtschacht befindet sich die Klimatechnik des Hauses. Die Brandursache und Schadenshöhe sind noch unklar.