Jetzt läuft auf Radio Hannover:
Hannover News - Radio Hannover - die Stimme der Stadt auf 100,0

++ Bruch im Rathaus: Grüne lösen Ampelbündnis auf ++

Kategorie:

Im Neuen Rathaus steht die Ampel nicht mehr auf grün. Das Ampelbündnis im Rat ist am Mittwoch seitens der Grünen überraschend aufgelöst worden.

Als Grund für die Aufkündigung nennen die Grünen die Geschehnisse in der vergangenen Ratssitzung. Bei der Abstimmung über die Besetzung des Leitungsposten im Umwelt- und Wirtschaftsdezernat hatte die Wunschkandidatin von Oberbürgermeister Belit Onay nicht die volle Unterstützung aus dem Ampelbündnis bekommen. Ein Vertrauensbruch für die Grünen: Ihrer Ansicht nach habe das Abstimmungsverhalten gezeigt, dass SPD und FDP derzeit weder bündnis- noch regierungsfähig seien.

Für SPD und FDP kam die Entscheidung ohne Vorwarnung – beide können den Schritt nicht nachvollziehen. Dass es in einem Bündnis mal knirscht und zu Meinungsverschiedenheiten kommt, liege in der Natur der Sache. Einzig die CDU als stärkste Oppositionspartei begrüßt den Entschluss der Grünen: Das Ende der Ampel sei für sie sowieso längst überfällig gewesen – allerdings jetzt zu spät: die politische Sommerpause sei angebrochen, richtungsweisende Entscheidungen stünden nicht mehr an. Und bei der Kommunalwahl im September werden die Karten sowieso neu gemischt.

++ Gegenwind für Zoo-Chef: "Kein Mandat" für Ausstieg aus Elefantenzucht ++

Kategorie:

Der Zoo Hannover will die Elefantenzucht aufgeben – und bekommt dafür nun Gegenwind. Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff habe dafür kein Mandat, sagte der CDU-Politiker Christoph-Justus Loskant laut HAZ am Dienstag in der Regionsversammlung. Der von der Region beschlossene Masterplan für den Zoo samt Millionenzuschuss gelte weiter, und der sehe die Elefantenzucht vor, so Loskant, der auch im Aufsichtsrat des Zoo sitzt. Es könne nicht sein, dass der Zoo mit dem Geld mache, was er wolle.

Zoo-Chef Casdorff hatte jüngst angekündigt, künftig nur noch Elefantenbullen halten zu wollen. Ein Aufsichtsratsmandat hat er dafür nicht. Tierschutzorganisationen hatte den Zoo für die Elefantenhaltung kritisiert. Die Tiere würden mit Stockschlägen gequält, hieß es unter anderem.

Der Zoo hat einen neuen Bullenstall und Außenanlagen für die Elefanten gebaut, bis 2024 soll noch eine Laufhalle dazukommen. Den größten Teil der 17,7 Millionen Euro für die Halle trägt die Region.

++ Messerstecherei in Seelze: 40-Jähriger außer Lebensgefahr ++

Kategorie:

In einem Wohnheim für Obdachlose und Asylsuchende im Seelzer Ortsteil Letter ist ein Mann durch Messerstiche schwer verletzt worden – nach einer Not-OP in der Nacht ist der 40-Jährige nun aber außer Lebensgefahr, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Hannover mitteilten.

Am Dienstagabend hatte es demnach Streit und Handgreiflichkeiten gegeben zwischen dem Opfer und einem 30-Jährigen. Warum ist noch unklar. Im Verlauf der Auseinandersetzung im Wohnheim in der Lange-Feld-Straße stach der 30-Jährige dann zu. Ihm wird mindestens schwere Körperverletzung zur Last gelegt, möglicherweise auch versuchte Tötung. Die Ermittlungen dauern an.

++ Unfallflucht in Misburg: Kleintransporter touchiert Kind - leicht verletzt ++

Kategorie:

In Misburg hat ein Kleintransporter ein Kind erfasst und leicht verletzt. Der Fahrer des Lkw hielt kurz an und sprach mit dem Zwölfjährigen, setzte seine Fahrt dann aber fort. Die Polizei sucht nun nach dem Mann.

Der Zwölfjährige war am Dienstag gegen halb drei auf der Kleinertstraße unterwegs. An der Ecke „Am Hagen“ kam es dann zu dem Zusammenstoß mit dem Transporter, der Vorfahrt hatte. Das Kind stürzte und erlitt leichte Verletzungen. Der etwa 30 bis 40 Jahre alte Fahrer hielt kurz an und sprach mit dem Zwölfjährigen, fuhr dann aber weiter, ohne Namen, Adresse und Telefonnummer zu hinterlassen. Die Polizei ermittelt nun wegen Unfallflucht und fahrlässiger Körperverletzung gegen den Mann.

++ Niedersachsens Schüler bekommen Zeugnisse - "keine Noten zweiter Klasse" ++

Kategorie:

Früher nannte man sie Giftblätter: Rund 1,2 Millionen Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen bekommen am Mittwoch Zeugnisse. Und es sind keine normalen Zeugnisse – denn nie zuvor waren die Kinder und Jugendlichen in einem Schuljahr so selten im Präsenzunterricht. Eine Herausforderung für Schüler und Lehrer gleichermaßen. Von Noten zweiter Klasse will man im Kultusministerium in Hannover nicht sprechen. Die Schülerinnen und Schüler hätten bewertbare Leistungen abgeliefert und nichts geschenkt bekommen, sagte ein Sprecher. Eltern sollten das würdigen.

Wer Unterstützung braucht, weil das Zeugnis vielleicht nicht so ausgefallen ist, wie erhofft, kann sich an die Psychologen der Zeugnishotline Niedersachsen wenden, sowohl telefonisch als auch per Mail. Schüler und Lehrer können sich ab morgen ausgiebig von den Strapazen erholen, dann gibt es sechs Wochen Sommerferien.

++ Kinder und Jugendliche treiben Infektionszahlen hoch - 3000 Menschen in Quarantäne ++

Kategorie:

Mehr als 3000 Menschen bei uns in der Region Hannover sind derzeit in Quarantäne, weil sie einen möglichen Kontakt zu Corona-Infizierten hatten. Die Zahl der Neuansteckungen steigt immer schneller, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Mittwoch laut RKI bei 27,3, etwa doppelt so hoch wie vor einer Woche. Ab einem Wert von 35 drohen weitere Verschärfungen der Corona-Regeln. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene sind derzeit Treiber der Pandemie.

Mehr als die Hälfte der Neuinfektionen in Niedersachsen gehe auf das Konto der 15- bis 29-Jährigen, sagte Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Krisenstabs der Landesregierung. Man habe eine Verlagerung hin zu jüngeren Menschen, die nur selten geimpft sind. Das Gesundheitsamt der Region hat sein Personal am Wochenende eigenen Angaben zufolge verdoppelt. Grund ist, dass nach Feiern in der Gastronomie oder privat immer wieder Kontaktpersonen ermittelt werden müssten, die sich vornehmlich mit der Delta-Variante infiziert haben könnten. Der Region sind derzeit Ansteckungen in knapp einem Dutzend Lokalen bekannt. Welche, das wollte die Verwaltung nicht sagen. Allerdings sollen die Infektionen noch aus der Zeit stammen, als die Inzidenz unter 10 lag, als also das Tanzen ohne Maske in Clubs erlaubt war.

++ Mobiles Impfzentrum geht wieder auf Tour - das sind die Termine ++

Kategorie:

Stadt und Region Hannover wollen die Impfquote weiter erhöhen – und machen sich dafür wieder auf den Weg direkt in auswählte Stadt- und Ortsteile. Die ersten Standorte und Termine stehen nun fest.

Am Kulturtreff Hainholz, in Vahrenheide an der Plauener Straße, am Stadtteilzentrum Stöcken und am Bunten Haus sowie im Canarisweg in Mühlenberg: überall dort wird in der kommenden Woche ein Großraumrettungswagen der Feuerwehr Hannover Halt machen und Impfwillige versorgen. Eine Anmeldung ist nicht nötig, möglich sind bis zu 200 Impfungen täglich.

Bereits im Mai hatte es solche vor-Ort-Impfaktionen gegeben, in Mühlenberg und Auf der Horst in Garbsen. Diese hätten gezeigt, dass das Interesse groß ist, so Regionspräsident Hauke Jagau. Daher wolle man die Impfkampagne mit zusätzlichen Aktionen dieser Art nun weiter beschleunigen. Insgesamt dauert die Sonderaktion von Stadt und Region vier Wochen. Weitere Termine und Standorte folgen.

++ Sozialer Wohnungsbau: Region erweitert Förderprogramm ++

Kategorie:

In und um Hannover fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Das soll sich aber ändern: die Region hat nun ein erweitertes Wohnraumförderprogramm auf den Weg gebracht. Am Dienstag hat die Politik ihr Go gegeben.

Neu ist jetzt zum Beispiel ein höherer Baukostenzuschuss für Investoren: sie können mit bis zu 50 Prozent mehr rechnen, wenn sie sich im sozialen Wohnungsbau engagieren. Gefragt sind vor allem Wohnungen mit bis zu 45 Quadratmetern, größere ab 85 sowie barrierefreie Wohnungen. Neu im Förderprogramm sind außerdem auch Zuschüsse für Gartenanlagen.

Die Laufzeit der Belegungsbindung für Sozialwohnungen hat die Region unterdessen von 20 auf 35 Jahre erhöht. Mieter sollen so eine längerfristige Wohnperspektive bekommen.

 

++ Zu viel Unsicherheit: infa 2021 fällt aus ++

Kategorie:

Hannovers große Verbrauchermesse, die infa, fällt dieses Jahr aus. Trotz des aktuell recht niedrigen Infektionsgeschehens habe die aktuelle Lage rund um die Pandemie den Messemachern und den Ausstellern keine Planungssicherheit beschert, teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Daher habe man sich für ein Jahr Pause entschieden.

Im vergangenen Jahr hatte die infa noch trotz Corona unter Auflagen und mit umfassendem Hygienekonzept stattgefunden. Damals mit deutlich weniger Ausstellern – und deutlich weniger Besuchern.

++ Wülfel: Mit Luftgewehr auf Passanten geschossen ++

Kategorie:

In Wülfel sollen zwei betrunkene Männer am Montag mit einem Luftgewehr auf Passanten geschossen haben. Verletzt wurde aber zum Glück niemand.

Am Nachmittag hatte ein Zeuge die Polizei gerufen und von Schüssen an der Hildesheimer Straße berichtet. Im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses hätten zwei Männer mit einem Gewehr dreimal auf ihn und seinen Begleiter geschossen – sogar mithilfe eines Zielfernrohrs. Die Polizei rückte an, sperrte das Gebiet weiträumig ab und umstellte das Haus. Als die zwei Tatverdächtigen das Haus gerade verlassen wollten, nahmen die Beamten sie fest. In der Wohnung des einen fanden sie anschließend das Luftgewehr und stellten es sicher. Atemalkoholtests bei den Männern ergaben dann noch Werte knapp unter zwei Promille.

Nun laufen Ermittlungen gegen sie wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz.