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++ Sollen auch in Hannover die Alarmsirenen zurückkehren? ++

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Wie wäre Hannover auf eine Hochwasserkatastrophe vorbereitet? Sirenen gibt es hier nicht mehr. Aber wie kann die Bevölkerung im Ernstfall gewarnt werden? Nach Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius spricht sich nun auch der Landesfeuerwehrverband für einen umfassenden Wiederaufbau des Alarmsirenen-Systems aus. Es brauche moderne Anlagen, die auch in Gebäuden mit heute üblicher Mehrfachverglasung zu hören sind, sagte Verbandspräsident Olaf Kapke am Dienstag der dpa. Aber auch eine bundeseinheitliche Warn-App sei wichtig. Diese müsse auf Smartphones vorinstalliert sein.

Die für öffentliche Sicherheit zuständige Regionsdezernentin Cora Hermenau sagte heute zu Radio Hannover: ein schnelles Zurück zu einem Sirenensystem sei nicht ohne weiteres möglich. Rundfunk, soziale Medien und Warnapps böten außerdem auch die Möglichkeit, mitzuteilen wovor genau gewarnt wird. Das gehe mit Sirenen nicht.

++ Inzidenzbasierte Regeln: IHK übt Kritik, Land bleibt vorerst dabei ++

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Welche Rolle sollen die Inzidenzwerte noch spielen für das Bestimmen von Corona-Bestimmungen? Die Industrie- und Handelskammer Hannover warnt nun davor, den Stufenplan der niedersächsischen Landesregierung weiter ausschließlich auf Inzidenzen basieren zu lassen. Denn vielen Branchen würden so kurzfristig wieder deutliche Einschränkungen drohen. Bei einer Inzidenz über 35 zum Beispiel müsste die Innengastronomie die Kapazität wieder auf die Hälfte reduzieren. Auch der Einzelhandel müsste den Kundeneinlass wieder steuern. Die Region Hannover ist mit einer aktuellen Inzidenz von 23 nicht mehr sehr weit von diesem Grenzwert entfernt.

Der aktuelle Aufschwung drohe bald wieder „abgewürgt“ zu werden, kritisiert IHK-Hannover-Chefin Maike Bielfeldt. Die Inzidenz als einziger Gradmesser und Richtschnur für politisches Handeln sei nicht mehr tragfähig – insbesondere vor dem Hintergrund des Impffortschrittes.

Zumindest kurzfristig macht die niedersächsische Landesregierung aber wenig Hoffnung auf einen Strategiewechsel. Erst einmal bleibe es bei den aktuellen Bestimmungen der Corona-Verordnung, sagte heute Regierungssprecherin Anke Pörksen. Auf Bundesebene berieten die Gesundheitsminister aber aktuell bereits über mögliche Alternativmodelle. Bis es die gibt, bleibe er aber bei den aktuellen Bestimmungen der niedersächsischen Corona-Verordnung. Diese gilt bis Anfang September. Es könne aber sein, dass mögliche Änderungen, auch bei den Inzidenzwerten, noch davor in Kraft treten könnten, so Pörksen weiter.

++ Reiserückkehrer: Land ruft zu Selbsttests und Kontakteinschränkungen auf ++

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Inzwischen liegt Niedersachsen sogar leicht über dem Bundesschnitt: Die Corona-Infektionszahlen gehen weiter nach oben. Landesweit liegt die Inzidenz bei 11,3 – in der Region Hannover sogar bei 23. Vor allem unter 15 bis 29-Jährigen infizieren sich derzeit viele. Diese Gruppe macht über die Hälfte der Neuinfektionen aus, so Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabes heute in Hannover.

Insbesondere mit Blick auf die bevorstehenden Sommerferien rief sie auch alle Reiserückkehrer zu erhöhter Vorsicht auf. Fünf Tage nach Rückkehr sollten sie ihre Kontakte einschränken und sich auch freiwillig testen lassen. Das gelte auch für Geimpfte. Denn auch sie könnten das Virus weiterhin bekommen und andere anstecken.

Ministerpräsident Stephan Weil hatte in einem Interview mit dem Weser-Kurier heute sogar eine Testpflicht für Autofahrer an der Grenze gefordert – insbesondere vor dem Hintergrund rasant steigender Infektionszahlen in den Niederlanden.

++ Klärwerk Herrenhausen: Neue Energiezentrale in Betrieb ++

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Eine Frischekur für Hannovers Klärwerk: Die Stadtentwässerung will die Anlage in Herrenhausen fit für die Zukunft machen. Und der erste Schritt ist nun abgeschlossen. Heute ist die neue Energiezentrale nach fünfjähriger Bauzeit in Betrieb gegangen.

Sie besteht aus vier Blockheizkraftwerken, die jährlich rund zehn Gigawattstunden Strom erzeugen können. Auch ein 4.000 Kubikmeter fassender Gasspeicher wurde samt seiner Nebenanlagen erneuert. Die Anlagen reinigen das gewonnene Gas und die Blockheizkraftwerke wandeln es in elektrische Energie um. Die gleichzeitig entstehende Abwärme beheizt dann wiederum auch die Faultürme. Eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz, sagt Stadtentwässerungs-Chef Matthias Görn. 42 Millionen Euro haben die Baumaßnahmen gekostet.

Insgesamt investiert die Stadt bis 2027 189 Millionen Euro ins das Klärwerk Herrenhausen.

++ Nach Motorradunfall bei Ditterke: Polizei sucht Ersthelfer ++

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Nach einem schweren Motorradunfall auf der Landesstraße 401 vor einer Woche sucht die Polizei nun gezielt nach den Ersthelfern von der Unfallstelle.

Am vergangenen Dienstag war ein 52-Jähriger Motorradfahrer bei Ditterke in einer Doppelkurve aus noch ungeklärter Ursache schwer gestürzt. Eine Zeugin berichtete der Polizei nun davon, dass die Fahrerin eines kleinen SUV sowie ein weiterer Motorradfahrer an der Unfallstelle angehalten hätten. Beide hinterließen jedoch keine Personalien und fuhren schließlich weiter. Diese Menschen bittet die Polizei nun, sich zu melden.

++ Stadtflucht: Jeder sechste will aus Hannover wegziehen ++

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Immer mehr Menschen wollen als Folge der Coronapandemie aus der Großstadt wegziehen. Das zeigt eine aktuelle Studie des ifo-Instituts gemeinsam mit dem Portal Immowelt. Demnach gab in Hannover beinahe jeder Sechste an, innerhalb der nächsten zwölf Monate wegziehen zu wollen. Hannover führt das Ranking der Großstadtfluchtpläne an, dahinter folgen Frankfurt, Dortmund, Berlin und Stuttgart. Der geringste Umzugswille besteht der Zahlen zufolge in der Großstadt Essen. Befragt wurden insgesamt 18.000 Menschen vom ifo-Institut gemeinsam mit dem Portal Immowelt, und zwar im Mai 2021. Als Hauptgrund für den frappierenden Trend wird die Pandemie angegeben, weil viele Menschen bei geschlossenen Bars, Restaurants und fehlender Kultur nicht mehr den Vorteil des Ballungsgebiets sehen. Hinzu käme, dass die Menschen zuletzt so viel Zeit zuhause verbringen mussten dass sie weniger bereit für Kompromisse in ihrer Wohnsituation sind. Generell zeichne sich ab, so die Experten, dass es die Menschen derzeit vor allem in die Kleinstadt und den Speckgürtel zieht.

++ Expo-Pavillon: Investitionen bis 2023 ++

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Die Sanierung des Holländischen Pavillons hat am Montag auf dem Expo-Gelände begonnen. Eine Investorengruppe will in den kommenden zwei Jahren rund 90 Millionen Euro in den Standort fließen lassen. In den ehemaligen „gestapelten Landschaften“ sollen unter anderem Büros entstehen. Zusätzlich planen die Geldgeber 370 kleine Appartments und ein Parkhaus. Teile des niederländischen Pavillons sollen für die Arbeiten abgetragen und originalgetreu neu aufgebaut werden.

++ Standbetreiber Fordern: Parkplatzfreigabe an Markthalle ++

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Standbetreiber der Markthalle in Hannover fordern die Freigabe des Köbelinger Marktes als Parkplatz. In einem Social-Media Beitrag kritisieren die Unternehmerinnen und Unternehmer den Zeitpunkt der Sperrung. Demnach bringe die Einrichtung der so genannten "Experimentierräume" Arbeitsplätze in Gefahr, weil viele Kundinnen und Kunden der Markthalle mit dem Auto in die Stadt fahren. Solange keine Parkplätze verfügbar sind zieht es die Menschen demnach  zu Einkaufszentren in die umliegenden Gebiete.

++ Misburg: erfolgreiche Bombenentschärfung ++

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In Misburg ist am Sonntag eine erfolgreiche Bombenentschärfung durchgeführt worden. Bis etwa 17:40 Uhr dauerte der Einsatz, dann konnten die Misburger endlich zurück in ihre Wohnungen. Von den sechs Verdachtspunkten bestätigten sich fünf als Fliegerbomben. Davon konnten ab Mittag drei relativ zügig entschärft werden, eine weitere war bereits unschädlich.  Die letzte, eine britische 5-Zentner-Bombe, war so stark beschädigt, sie musste vor Ort gesprengt werden. Weil dies sorgfältige Vorbereitung erfordert, zog sich der Einsatz entsprechend hin. Nach bisherigen Erkenntnissen lief alles reibungslos, durch die Detonation wurde offenbar nichts weiter beschädigt. Im Zuge des Einsatzes kam es im Üstra- und S-Bahnverkehr zu Einschränkungen.

++ Verstärkte Polizeikontrollen: Präsenz in Linden Nord und Südstadt ++

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Die Polizei hat am Wochenende verstärkt die Hoppenstedtwiese in der Südstadt und Teile von Linden-Nord kontrolliert. Nach Angaben der Beamten waren hunderte Feiernde unterwegs, die meisten aber friedlich. Besonders an der Limmerstraße genossen viele Menschen auch noch spät das warme Wetter. Einige Ruhestörungen wurden gemeldet. Die Polizei sprach die Verantwortlichen an und beruhigte solche Situationen. Nur ein Zwischenfall an der Hoppenstedtwiese hatte auch nach dem Abend noch Konsequenzen. Die Polizei ermittelt gegen einen Unbekannten der am Samstagabend eine Flasche auf einen Streifenwagen geworfen hatte. Der Verantwortliche konnte offenbar unerkannt flüchten.