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++ Theater fürchten um Spielbetrieb - Millionenschwere Mehrbelastungen ++

Hannovers Theater schlagen Alarm. Grund ist der Haushaltsplanentwurf der niedersächsischen Landesregierung für die kommenden zwei Jahre. Allein die Staatstheater hier in unserer Stadt fürchten einen Fehlbetrag von 1,2 Millionen Euro pro Jahr, wenn die Regierung die anstehenden Tariferhöhungen im Öffentlichen Dienst nicht übernimmt.

Opern-Intendantin Laura Berman nannte den Haushaltsplanentwurf „extrem kursichtig“. Etwa 85 Prozent der Theaterausgaben seien Personalkosten. Ohne die Übernahme der Tariferhöhungen ließen sich spürbare Auswirkungen auf den Spielbetrieb kaum vermeiden. Außerdem würden Existenzängste bei den Mitarbeitern geschürt, so Berman. An den Staatstheatern in Hannover arbeiten etwa 1000 Festangestellte und rund 300 Freiberufler und Solo-Selbstständige.

Schauspiel-Intendantin Sonja Anders sagte, der Haushaltsplanentwurf untergrabe das Bekenntnis der Landes zu seiner vielfältigen Theater- und Kulturlandschaft.

Am Samstag soll es verschiedene Protestaktionen im Opern- und Schauspielhaus geben.