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++ Statistik: Kriegsflüchtlinge treiben Arbeitslosenzahlen ++

Die Arbeitslosigkeit im Juni hier bei uns in der Region ist deutlich gestiegen. Ein Grund dafür sei, dass Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine seit Anfang des Monats vom Jobcenter betreut und für drei Monate mitgezählt würden, teilte die Arbeitsagentur am Donnerstag in Hannover mit.

Die Arbeitslosigkeit kletterte im Juni um 2,6 Prozent gegenüber Mai, das entspricht 1125 Menschen. Der leichte Anstieg sei nicht nur mit den Flüchtlingen aus der Ukraine erklärbar, sagte Heike Döpke, Chefin der Arbeitsagentur Hannover. Zusätzlich beobachte man einen Rückgang bei den Stellenangeboten, was auf die Unsicherheit der Betriebe wegen des Kriegs und der Auswirkungen zurückzuführen sei. Außerdem meldeten sich zum Sommer viele Jugendliche arbeitssuchend.

Insgesamt, so Döpke, sei der Arbeitsmarkt aber robust, Fachkräfte blieben gesucht. Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 7 Prozent und damit 0,6 Prozentpunkte niedriger als vor einem Jahr.