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++ Trotz Urteils: Streit um Marienburg könnte weitergehen ++

Der Streit um die Rückgabe der Marienburg könnte sich noch Jahre hinziehen. Zwar hat das Landgericht Hannover am Freitag eine entsprechende Klage gegen Erbprinz Ernst August abgewiesen. Rechtskräftig ist das Urteil aber noch nicht.

Welfenchef Ernst August von Hannover hatte seinem Sohn „groben Undank“ vorgeworfen und die 2004 geschenkte Marienburg sowie weitere Anwesen zurückgefordert. Eine entsprechende Klage zog er aber vor der mündlichen Verhandlung im März wieder zurück. Die Forderungen hatte er da aber schon an die österreichische EAH Beteiligungsgmbh verkauft. Deren Anwalt Volker Römermann sagte am Freitag, er werde erst kommende Woche mit seinem Mandanten über das Urteil sprechen. Dieser entscheide dann, ob er in Berufung gehen wolle. Theoretisch könnte der Rechtsstreit dann noch bis vor den Bundesgerichtshof gehen.

Eine Sprecherin des Landgerichts Hannover sagte zur Begründung des Urteils, groben Undank beim Erbprinzen Ernst August habe man nicht feststellen können. Dafür bedürfe es schwerer Verfehlungen. Die Abtretung der Forderungen durch den Senior an die EAH sei „aus rechtlichen Gründen unwirksam“. Deshalb gebe es auch keinen Anspruch auf Rückgabe der Marienburg.

Der Erbprinz hat das Schloss bei Pattensen inzwischen in eine Stiftung überführt. Sie soll die Marienburg in den kommenden Jahren für rund 27 Millionen Euro sanieren.