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++ Schröder sieht weiterhin keinen Grund für Distanzierung von Putin ++

Altkanzler Gerhard Schröder hat ein weiteres Zusammentreffen mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin in Moskau bestätigt. Trotz des Krieges gegen die Ukraine lehnt er einen Bruch mit seinem Freund weiterhin ab. Er habe "mehrfach den Krieg verurteilt", sagte Schröder im Interview mit dem Magazin Stern und fragte zugleich, ob eine "persönliche Distanzierung von Putin wirklich irgendjemandem etwas bringen“ würde. Er habe "Entscheidungen getroffen und dazu stehe er. Vielleicht könne er noch mal nützlich sein. Warum solle er sich also entschuldigen", fügte Schröder hinzu. Als Fazit zu seinem Treffen mit Putin sagte der Altkanzler: "Die gute Nachricht heißt: Der Kreml will eine Verhandlungslösung". Das Abkommen zwischen der Ukraine und Russland zu den Getreide-Exporten sei ein "erster Erfolg", den man vielleicht "langsam zu einem Waffenstillstand ausbauen" könne. Gegen Schröder läuft derzeit ein Parteiausschlussverfahren wegen seiner Nähe zu Putin und seines Engagements für russische Staatskonzerne. Die Schiedskommission des SPD-Unterbezirks Region Hannover will in den kommenden Tagen eine Entscheidung treffen.