In der Unfallchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover sollen sich Assistenzärzte ihre Facharzturkunde erschlichen haben – unter Mithilfe des Chefarztes. Das berichtet die Zeit, unter Berufung auf einen anonymen Hinweisgeber. In ihrer Ausbildung sollen Ärzte an der MHH nicht die nötige Zahl an Operationen unter Aufsicht absolviert haben. Trotzdem haben sie demnach die Qualifikation zum Facharzt bekommen – und arbeiten an der MHH.
Die Staatsanwaltschaft hatte gegen den Direktor der Unfallchirurgie und sechs Fachärztinnen und -Ärzte ermittelt – die Ermittlungen wurden allerdings wegen fehlenden Tatverdachts eingestellt. Es sei kein strafrechtlich relevantes Verhalten festgestellt worden.
Die MHH weist die Vorwürfe in einer Stellungnahme entschieden zurück. Interne Prüfungen haben keinerlei Hinweise auf Behandlungsfehler durch die betroffenen Fachärztinnen und -Ärzte gegeben.