Ein Mann soll seinen Opfern auf Dating-Plattformen die große Liebe vorgetäuscht und durch die sogenannte Love-Scamming Masche rund 150.000 Euro erbeutet haben. Jetzt muss sich der 35-Jährige wegen Betrugs vor dem Landgericht Hannover verantworten.
Der Angeklagte soll Teil einer Betrüger-Gruppe sein. Das Geld sollte mit der Love-Scamming Masche ins Ausland verschafft werden. Die Staatsanwaltschaft spricht in ihrer Anklage von insgesamt acht Betrugs-Fällen, in die der 35-Jährige verwickelt gewesen sein soll. Die Betrüger-Gruppe nahm über Online-Dating-Plattformen Kontakt zu den Opfern auf und täuschte romantische Beziehungen vor. Irgendwann - so die Anklage – soll der Beschuldigte den Frauen vorgetäuscht haben, dringend Geld zu benötigen – etwa für Anwaltskosten oder Tierarztrechnungen. Im Zeitraum von Ende März bis Mitte Juni sollen rund 150.000 Euro geflossen sein. Zu einer weiteren Übergabe von rund 130.000 Euro am Hauptbahnhof Hannover sei es nach Angaben der Ermittler nicht mehr gekommen, weil die betroffene Frau den Betrug noch rechtzeitig erkannt hatte. Ein Urteil in dem Prozess wird noch vor Weihnachten erwartet.