Nach dem Angriff in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade verschärft die Stadt Hannover die Schutzmaßnahmen für Mitarbeitende des Jugendamts. Geplant sind unter anderem ein Notfallknopf bei Hausbesuchen und bei Bedarf Sicherheitskräfte bei Gesprächen. Außerdem sollen Treffen künftig an sicheren, zentralen Orten stattfinden. Auch in Hannover gebe es verbale und körperliche Angriffe auf Beschäftigte – Jugend- und Familiendezernentin Susanne Blasberg-Bense:
"Das kommt immer öfter vor, dass die Mitarbeitenden das auch als normalen Teil ihres Alltags ansehen. Und das darf einfach nicht passieren. Dass sie da Unterstützung brauchen - und wissen, sie ist auch da."
Das Konzept orientiert sich an einem Modell zur Gewaltprävention mit unterschiedlichen Gefährdungsstufen. Je nach Einschätzung werden die Maßnahmen dann angepasst. Die Stadt reagiert damit auch auf die Erfahrungen aus Stade, wo sechs Menschen bei einem Angriff ums Leben kamen, darunter drei Mitarbeitende der Region Hannover.