Die SPD-Fraktion im Landtag sieht die Einigung der Verkehrspolitiker der schwarz-roten Koalition in Berlin auf den Bau einer neuen Bahntrasse zwischen Hannover und Hamburg kritisch. Mit den aktuellen Plänen drohen große Teile Niedersachsens über Jahrzehnte zugunsten eines vagen Zukunftsversprechens weiter abgehängt zu werden, sagte der SPD-Verkehrspolitiker Christoph Bratmann heute. Man brauche „kein norddeutsches Stuttgart 21, sondern eine Sanierung mit Realismus, Augenmaß und Blick auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort“, so Bratmann. Der Bund stehe nun in der Pflicht, die versprochenen Verbesserungen am Bestandsnetz mit verbindlichen Zeitplänen und einer Finanzierung zu unterlegen. Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay sieht eine Bahn-Neubaustrecke hingegen als „alternativlos“. Der Bundestag soll sich kommende Woche mit dem Thema befassen.
Bahn-Neubaustrecke Hannover-Hamburg: Landes-SPD skeptisch