Erneut hat eine rassistische Chatgruppe bei der Polizei für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt sind weitere Details über den Fall bekannt. Nach Recherchen des NDR sollen in der Chat-Gruppe Hakenkreuze, Holocaust-Verleugnungen und Beleidigungen von Schwarzen, asiatischen Menschen und Kindern mit Behinderung gepostet worden sein. In der Gruppe sollen sich 24 Menschen, die sich aus dem Polizeistudium kennen, ausgetauscht haben. Unter den Mitgliedern sind den Medienberichten zufolge mindestens drei Führungskräfte der Polizei Niedersachsen, die sich im höheren Dienst beziehungsweise im Masterstudium befinden. Außerdem arbeitet ein Mitglied inzwischen im niedersächsischen Innenministerium. Die Chats liegen mehr als zehn Jahre zurück und sollen aus der Zeit des Polizeistudiums stammen. Strafrechtlich sind die Taten bereits verjährt. Im Moment wird geprüft, ob einzelne Beamte unter Umständen aus dem Dienst entfernt werden müssen.
Führungskräfte der Polizei sollen in rechter Chatgruppe gewesen sein