Trotz eines Rekorddefizits von 218 Millionen Euro wollen die Abgeordneten der Region Hannover ihre monatliche Aufwandsentschädigung erhöhen. Medienberichten zufolge sollen sie ab der neuen Legislaturperiode im November 540 statt bisher 450 Euro bekommen. Inklusive der Sitzungsgelder wären dann bis zu 690 Euro monatlich möglich. Durch die Erhöhung würden jährliche Mehrkosten von rund 91.000 Euro entstehen.
Die Region begründet den Schritt mit dem gestiegenen Arbeitsaufwand der ehrenamtlichen Mandatsträger. Der Bund der Steuerzahler kritisiert die Pläne in den Berichten dagegen scharf. Eine angemessene Honorierung ehrenamtlichen Engagements sei zwar wichtig, die Erhöhung angesichts der angespannten Haushaltslage allerdings nicht angemessen.